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Stretchoid — einen anonymen Azure-Scanner ohne offizielle Liste verifizierbar machen

von Shopbetreibern für Shopbetreiber.

Wie der PARC-Feed für Stretchoid entstand: ein undurchsichtiger Recon-Scanner ohne offizielle Liste, auf rotierenden Azure-IPs. Die aktiven IPs leiten wir aus zwei Quellen ab (CINS-Blacklist + OTX) und verifizieren sie per FCrDNS gegen *.stretchoid.com — 1.909 bestätigte IPs.

Stretchoid ist ein internet-weiter Recon-/Port-Scanner mit anonymem Betreiber. Kein SEO-Tool. Es gibt keine offizielle IP-Liste und keine eigene Range — die Scanner laufen auf rotierenden Microsoft-Azure-IPs (AS8075). Trotzdem fassbar, weil Stretchoid einen selbstidentifizierenden Reverse-DNS *.stretchoid.com setzt, der FCrDNS-verifizierbar ist. Die aktiven IPs leiten wir aus zwei Quellen ab und bestätigen jede einzeln: 1.909 verifizierte IPs. Teil unseres PARC-Security-Feeds.

stretchoid.json — Feed ansehen   stretchoid.com (Opt-out-Falle — bewusst nicht verlinkt)

Woher die IPs kommen — zwei Quellen, ein Filter

Stretchoid publiziert nichts. Es gibt keine offizielle Range-Liste und kein eigenes ASN — die Scanner laufen auf gemieteten Azure-IPs, die rotieren. Ein klassischer Range-Block wie bei Censys oder ONYPHE ist damit unmöglich. Wir nutzen stattdessen zwei Beobachtungs-Quellen und denselben Filter:

  • CINS Army List (ci-badguys, ~15.000 IPs, führen wir ohnehin im Katalog): jede IP per Reverse-DNS auflösen, auf PTR *.stretchoid.com filtern → 1.782 Treffer, alle FCrDNS-bestätigt.
  • OTX (AlienVault) Passive-Records: 2.399 historische *.stretchoid.com-Hostnamen, jeden vorwärts auflösen.

Beide münden in denselben Test: löst der Name auf eine echte Azure-IP auf → Kandidat; alles andere fliegt raus.

Das 127.0.0.1-Signal: retired

Beim Auflösen der 2.399 OTX-Namen zeigen zwei Drittel ins Leere — aber nicht zufällig:

2.399 OTX-Hostnamen:
  1.176  → echte Azure-IP   (live)
    697  → 127.0.0.1        (retired)
    526  → NXDOMAIN         (tot)

127.0.0.1 ist kein Artefakt, sondern Stretchoids eigener Record: abgelaufene Scanner-Namen werden bewusst auf localhost null-geroutet. Belegt über vier unabhängige Resolver und den autoritativen Nameserver (Stretchoid fährt sein DNS auf Azure DNS):

azpdws76.stretchoid.com (retired):
  1.1.1.1 / 8.8.8.8 / 9.9.9.9 / OpenDNS  → 127.0.0.1
  autoritativ ns1-37.azure-dns.com       → 127.0.0.1

Damit ist 127.0.0.1 ein sauberes Negativ-Kriterium — solche Namen kommen nicht in den Feed.

FCrDNS-Verifikation — 1.909 bestätigt

Ein PTR allein beweist nichts — einen Reverse-Eintrag auf stretchoid.com kann jeder setzen. Deshalb prüfen wir bidirektional (FCrDNS): der Hostname muss vorwärts wieder auf dieselbe IP zeigen.

128.203.200.175  →  azpdcgu5b3zl.stretchoid.com  →  128.203.200.175  ✓
  • CINS: 1.782 von 1.782 bestätigt (100 %).
  • OTX-Delta: 138 neue Kandidaten (nicht in CINS) → 127 FCrDNS-bestätigt, 11 verworfen (kein Reverse-Record — darunter korrekt 172.183.248.136, die Website selbst).
  • Summe: 1.909 FCrDNS-verifizierte IPs.

Reverse-DNS-Muster

<zufallsstring>.stretchoid.com      (z. B. azpdcgu5b3zl, azpdcsqscjc2, azpdcgme7i2s)

Kein offizieller Block — verteilt über halb Azure

Die IPs streuen über zahlreiche Microsoft-Azure-Prefixe (20.64.0.0/10, 20.160.0.0/12, 135.236.0.0/15, 40.124.0.0/16, 13.64.0.0/11 …) — geteilt mit Millionen anderer Azure-Mieter. Ein Whitelisting per Subnetz ist ausgeschlossen; das einzige verlässliche Merkmal ist der FCrDNS-bestätigte Hostname.

Der Opt-out ist eine Falle

Das Formular auf stretchoid.com gibt sich als Opt-out — gilt in der Security-Community aber als unzuverlässig bis irreführend: Die Scans laufen danach weiter, das Formular sammelt lediglich Name, E-Mail und den angegebenen CIDR-Block. Wer dahinter steht, ist nicht ausgewiesen. Analysen (Hacker Factor, SANS ISC) ordnen die Scans gezielt dem Aufspüren verwundbarer Admin-Interfaces zu — Recon mit Angriffscharakter, kein harmloser Service-Index.

Warum der Feed rollierend ist

Azure-IPs rotieren. Der PARC-Feed ist daher ein rollierend FCrDNS-verifizierter Snapshot der aktuell beobachteten Stretchoid-IPs — kein statischer Bereich. Quellen: CINS-Blacklist, OTX und unsere eigenen Server-Logs, jeweils gegen *.stretchoid.com gefiltert und bestätigt.

Quellen

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